Dorfkern in Recklinghausen Suderwich

Das Dorf Suderwich wurde bereits 1066 als Suderwick erwähnt und ist erst 1926 nach Recklinghausen eingemeindet worden. Jahrhundertelang war es von Horneburg (heute: Stadt Datteln) aus verwaltet worden, während die Gerichtsbarkeit von Recklinghausen ausgegangen war. Ursprünglich bäuerlich geprägt, hatte das Dorf um 1900 einen Wandel durch die Errichtung der heute längst geschlossenen Zeche König Ludwig (Schacht IV/V) im Westen des Ortes erfahren.
Die Errichtung der Zeche hatte zu einem zweiten Nebendorf – der Bergbaukolonie Suderwich – südsüdöstlich des Altdorfes und jenseits der Hamm-Osterfelder Bahn geführt. Die Integrierung zahlreicher Hinzugezogener ins altkatholische Dorf Suderwich ging – beiderseits – nur allmählich vonstatten. Einher mit der Industrialisierung ging auch eine Steigerung der Einwohnerzahl von 652 um 1818 über knapp 6.000 im Jahre 1910 auf heute fast 12.000.
Heute, nach den Epochen als Bauerndorf und Bergbauort, ist Suderwich in der Hauptsache eine Wohnstadt der Recklinghäuser. Der Alte Kirchplatz, früher das Ortszentrum, ist zwar noch heute der Veranstaltungsort zahlreicher traditioneller Feste, hat jedoch an Bedeutung verloren.
Seit 1904 stellt die neu erbaute, im Vergleich zum Dorf recht große, neugotische Johanneskirche den – immer noch katholischen – Mittelpunkt des Vorortes dar. Sie entstammt dem gleichen Baumeister wie die – fast baugleiche – Liebfrauenkirche im Ortsteil Hillen, ist jedoch in ihrer Fassade etwas schmuckvoller. Hauptverkehrsader des Ortsteils ist die Henrichenburger Straße in West-Ost-Richtung zwischen Recklinghausen und Henrichenburg, von Norden kommt die Esseler Straße aus Richtung Oer-Erkenschwick.
Die in Westsüdwest-Ostnordost-Richtung verlaufende Trasse der Hamm–Osterfelder Bahn teilt Suderwich in das alte Dorf im Norden und den etwa gleich großen, jüngeren Bergarbeiter-Teil im Süden. Der, noch weiter südlich, durch die A 2 separierte Süden der Suderwicher Gemarkung ist unbesiedelt. Hier liegt das Waldgebiet Brandheide. Zum Kirchspiel Suderwich gehörten früher auch die Bauerschaften Essel und Röllinghausen; Berghausen, damals eine Enklave der Landgemeinde Recklinghausen, bildete mit den genannten Bauerschaften eine Markgenossenschaft (Allmende), bestehend aus der Suderwicher Mark und dem Lohwald.

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Alte Dorfstraße 1
45665 Recklinghausen

Geodaten: 51.612137, 7.260537  (kopieren und einfügen bei Google Maps)

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