Phönixsee in Dortmund

Der Phoenix-See ist ein künstlich angelegter See auf dem ehemaligen Stahlwerksareal Phoenix-Ost im Dortmunder Stadtteil Hörde.

Das Projekt
Der Phoenix-See ist mit dem umliegenden Areal ein Wohn- und Naherholungsgebiet mit Gastronomie und Gewerbebebauung. Verantwortlich für Planung und Bau sind die Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft, welche eine Tochtergesellschaft der Dortmunder Stadtwerke ist, die Emschergenossenschaft sowie die Stadt Dortmund. Standort ist das 96 ha große Gelände der ehemaligen Hermannshütte in Dortmund-Hörde (Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein).

Das Stillgewässer hat eine Länge von 1230 Metern, eine maximale Breite von 310 Metern und eine maximale Tiefe von ca. 4,6 Metern. Die Fläche beträgt etwa 24 Hektar und das Fassungsvermögen etwa 600.000 m³.[2] Der See ist zudem ein Baustein bei der Renaturierung der Emscher. Seine Gestaltung als Regenwasserrückhaltebecken schützt die flussabwärts liegende Wohn- und Gewerbebebauung am Ufer der Emscher vor Hochwasser. Am Mönchsbauwerk im Hafenbecken kann es zurückgehalten und kontrolliert wieder in die Emscher eingeleitet werden. Bei Bedarf kann der See zusätzlich bis zu 360.000 m³ Regenwasser aufnehmen.[4]. Zusammen mit dem rund zwei Kilometer westlich liegenden und 110 ha großen Technologiepark Phoenix-West und der nördlich gelegenen 60 ha großen Brachfläche (Phoenix-Park) verändert der See das ehemals von Schwerindustrie geprägte Bild Hördes.

An seinem Ufer wurde nach einer 150-jährigen industriellen Nutzungsgeschichte [5] eine überwiegend eigenheimorientierte Wohnbebauung mit etwa 1200 Einheiten auf rund 26 Hektar realisiert. Gastronomie und Freizeiteinrichtungen sollen an einer 3,2 Kilometer langen Uferpromenade 5000 Arbeitsplätze schaffen.

Bau und Nutzung des Sees
Die Aushubarbeiten begannen im September 2006. Insgesamt wurden rund 2.500.000 m³ Boden ausgehoben und 1/5 davon über die Trasse der ehemaligen Eliasbahn nach Phoenix-West transportiert. Der Rest wurde vor Ort zum Aufbau der terrassierten Wohngebiete verwendet[15], wie anhand der stark geschichteten, vielfarbigen Baugrubenränder zu erkennen ist (siehe Foto des Bodenaufbaus der nördlichen Wohngebiete).

Die Flutung des Sees begann am 1. Oktober 2010. Am 9. Mai 2011 wurde der Seeuferbereich für die Öffentlichkeit freigegeben. Die wassersportliche Nutzung für kleine Segelboote und motorlose Sportboote (außer Schlauchboote) wurde am 1. April 2012 begonnen. Baden ist nicht erlaubt.[16] Betrieb und Unterhalt des Phönixsees (Wasser- und Grünflächen) obliegen der Stadt Dortmund, unterstützt durch die Emschergenossenschaft[17]: „Ausgaben von 4,8 Mio., um den See zu betreiben“, wurden 2010 dafür angesetzt.[18] Da der See ein Stillgewässer (d. h. ohne Abfluss) ist, kann es durch den Eintrag von Nährstoffen, insbesondere Phosphat, leicht zur Eutrophierung (Veralgung, Verschlammung) kommen.[19] Nährstoffe werden durch Flugstaub und Niederschläge, Laub sowie das Grundwasser, das den See speist, und durch Vögel und Hunde eingetragen. Ca. 184 kg Phosphat mit einem Anteil von etwa 60 kg Phosphor muss dem Wasser jährlich entzogen werden[20], damit ein Phosphatgehalt von max. 0,05 mg pro Liter sichergestellt ist.

Dazu wurde eine Phosphat-Eliminierungsanlage (PEA) am Nordwestufer errichtet

Sie besteht aus Pumpen, Steuer- und Regeltechnik, Gewebefilter und drei großen schwarzen Adsorptionsbehältern, die stündlich bis zu 90 m³ Seewasser filtern können. Dazu wird das Seewasser an zwei nahen Punkten angesaugt und über 30 Tonnen Eisenhydroxid-Granulat (GEH® 104) geleitet, das das Phosphat zu 65 % zurückhält. Anschließend wird es an der Hafentreppe in zwei Rinnen wieder zugeleitet. Der regelmäßige Austausch des beladenen Eisenhydroxids trägt zu den laufenden Kosten bei.[22] Darüber hinaus ist die Wasserqualität gut: Bisher wurden keine erhöhten Werte an Schwermetallen oder anderen Rückständen der industriellen Vergangenheit festgestellt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Phoenix-See aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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Am Kai
44263 Dortmund

Geodaten: 51.490749, 7.506766  (kopieren und einfügen bei Google Maps)

Wohnen am Phoenixsee in Dortmund Hörde von Ruhrgebiet. TV

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