Rathaus in Marl

Das Rathaus ist ein denkmalgeschütztes Profangebäude am Creiler Platz 1 in Marl, im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte und Architektur
Die funktionale, vielgestaltig gegliederte Anlage besteht aus dem Ratstrakt, einem zentralen Publikumsgebäude und zwei Bürotürmen. Ein internationaler Architekturwettbewerb im Jahr 1957 war auf die Teilnahme von ausgewählten Vertretern der damaligen Moderne beschränkt. Der Gebäudekomplex wurde von 1960 bis 1967 nach Plänen des Büros von Johan Hendrik van den Broek und von Jacob Berend Bakema errichtet. Auf dem Vorplatz wurde ein Wasserbecken mit einer modernen Uhr darin angelegt. Dahinter steht der Ratstrakt. Er ist durch ein langgestrecktes, freitragendes Faltwerkdach aus Spannbeton hervorgehoben. Darunter befinden sich die Sitzungssäle mit einer Glas-Beton-Fassade, einem Balkon und einer Freitreppe. Das Erdgeschoss war ursprünglich bis auf einen kleinen gläsernen Pavillon frei. Dieser wurde von 1985 bis 1987 für das Museum erweitert. Ein aufgeständerter, marmorverkleideter Flachbau wird außen L-förmig um das Faltwerk geführt. Er beinhaltet die Räume für den Bürgermeister, die Verwaltungsspitze und die Ratsfraktionen. Das zentrale Publikumsgebäude ist ein eingeschossiger Stahlbetonskelettbau. Er ist mit Marmor verkleidet und kragt über dem verglasten Sockel weit aus. Zugänglich ist er über eine breite Brücke, die den vertieften Parkplatz überspannt. Im Inneren befinden sich das Foyer, das Trauzimmer, die Säle und die Büros der Abteilungen mit hoher Publikumsfrequenz. Belichtet wird das Gebäude durch zwei Gartenhöfe und Oberlichter. Die Bürogebäude sind frei vor das Publikumsgebäude gestellt. Von den ursprünglich vier geplanten Türmen wurden nur die beiden niedrigen mit sieben und fünf Normalgeschossen gebaut, die anderen wurden nicht verwirklicht. Die markante Form der Stahlbetonbauten mit vorgehängten Fassaden aus Aluminium ergibt sich durch die Konstruktion mit schlankem Fuß, auskragenden Geschossen und das durch Freigeschosse abgesetzte Dach. Die Geschossdecken sind über außenliegende Spannbetonglieder vom Dachträgerwerk abgehängt. Eine der ursprünglichen Hängekonstruktionen wurde von 1984 bis 1985 durch eine zusätzliche innere Aufhängung statisch verstärkt. Das Innere ist durchgängig von kühler Eleganz geprägt. Vielfache Durchblicke betonen die Kontinuität der Räume untereinander und mit dem Außenraum. Im Ratstrakt ist noch das von den Architekten entworfene Mobiliar erhalten. Der Bau ist breit rezipiert, es wurde die damals neueste Konstruktionstechnik genutzt. Das Rathaus wird als offene, nicht autoritäre und doch herausgehobene Form präsentiert.

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Creiler Platz 1
45768 Marl

Geodaten: 51.655905, 7.095049  (kopieren und einfügen bei Google Maps)

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