Schauspielhaus in Dortmund

Am 12. September 1950 wurde das neue, innerstädtische Haus am Hiltropwall, das heutige Schauspielhaus, mit Beethovens Fidelio eröffnet. Das Schauspiel verblieb zunächst in der Lindemannstraße, eine weitere Aula am Ostwall kam als Spielstätte hinzu.

Schauspiel
Seit 1968 bespielt das Schauspiel Dortmund seine eigene Spielstätte im umgebauten ehemaligen Opernhaus am Hiltropwall. Unter dem Begriff Schauspielhaus finden sich mehrere Spielorte. Das Schauspiel fasst so mit der Bühne des Schauspielhauses, dem Studio und kleinen Nebenbühnen wie der Unterbühne und dem Löwengang knapp 600 Zuschauer. Das ehemalige Schauspielcafé wurde mit Beginn der Spielzeit 2010/11 mit einer Holz-Innenverschalung ausgestattet und umbenannt in Institut. Es bietet Platz für Lesungen, Konzerte, Theater, Matineen und Einführungen.

Guido Huonder war von 1985 bis 1991 Schauspieldirektor in Dortmund.

Prof. Michael Gruner wurde 1999 Schauspieldirektor in Dortmund und feierte seinen Abschied im Juni 2010 Auf großes überregionales Medien- und Zuschauerinteresse stießen unter Gruners Leitung unter anderem die Theater-Events ”Fest der Romantik” 2003, die ”Sternstunden des Expressionismus” 2004 sowie die deutsche Erstaufführung ”Auf der Suche nach der verlorenen Zeit”, dramatisiert von Harold Pinter und Di Travis nach dem ”Opus magnum” von Marcel Proust. Die Dortmunder Inszenierung wurde auf dem NRW-Theatertreffen 2004 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

In der bei Publikum und Presse erfolgreichen Spielzeit 2006/2007 stand die bürgerliche Gesellschaft im Mittelpunkt, mit all ihren Verlockungen und Abgründen. Großes überregionales Interesse fanden die Inszenierung der ”Buddenbrooks” (John von Düffel nach Thomas Mann) von Hermann Schmidt-Rahmer sowie Philipp Preuss‘ Interpretation von Henrik Ibsens ”Hedda Gabler”. “Buddenbrooks“ wurde zum NRW-Theatertreffen nach Bonn eingeladen, Philipp Preuss ist unter anderem für seine „Hedda Gabler“ mit dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet worden.

Eine weitere Auszeichnung erhielt die Regisseurin Carolin Mader mit dem Künstlerinnenförderpreis des Landes NRW. In dieser Spielzeit inszeniert sie am Schauspiel Dortmund Brechts „Im Dickicht der Städte“.

Seit der Spielzeit 2010/11 ist Kay Voges Direktor der Schauspielsparte. Bei seiner Amtsübernahme wurde fast das gesamte, lange in Dortmund tätige Schauspielensemble nicht verlängert. Kay Voges hat in seiner ersten Spielzeit insbesondere mit der Reihe „Stadt ohne Geld“ (Regie: kainkollektiv & sputnic) sowie der Inszenierung „Heimat unter Erde“ (Regie: Stefan Nolte) überregional Aufsehen erregt und erhielt bei der NRW-Kritikerumfrage der Theater-Fachzeitschrift theater pur sieben von zehn Mal das Prädikat „Theater im Aufwind“.

Seit 2013 erarbeitet das Schauspielhaus mitunter Inszenierungen, die sich dem Geist des eigens konzipierten DOGMAS 20_13 verpflichten. Es plädiert für eine engere und unmittelbarere Verzahnung von Theater- und Filmwelten. Für die erste der DOGMA 20_13-Inszenierungen, Das Fest, wurde Kay Voges für den deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2013 in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Theater Dortmund aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Für die Anreise mit dem Navi geben Sie bitte folgende Adresse ein:

Hiltropwall 9
44137 Dortmund

Geodaten: 51.511326, 7.460528  (kopieren und einfügen bei Google Maps)

Ihre Meinung ist wichtig!

Wenn Sie das „Schauspielhaus“ in Dortmund schon kennen, bewerten Sie dieses bitte:

Schauspielhaus Dortmund
8 (80%) 1 vote

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

589 Besuche gesamt: 1 Besuche heute: