Schloss (Kloster) Cappenberg in Selm

Das Schloss Cappenberg (früher Kloster Cappenberg) ist ein ehemaliges Prämonstratenserkloster im Ortsteil Cappenberg der Stadt Selm. Es liegt am nördlichen Stadtrand von Lünen, nördlich der Lippe, am südlichen Rande des Münsterlandes auf einer Anhöhe, dem Cappenberg, umgeben von ausgedehnten Buchenwäldern, und ist ein Aussichtspunkt mit Blick über die Lippeauen auf das östliche Ruhrgebiet von Hamm bis nach Dortmund. Cappenberg war das erste Prämonstratenserkloster im deutschen Raum. Der Zutritt war dem Adel vorbehalten. Ende des 17. Jahrhunderts kam es zum Neubau der Klostergebäude. Nach der Säkularisation im Zuge der Napoleonischen Kriege wurde es 1803 zu einer Gutsdomäne. Das Abteigebäude wurde zum Schloss umgewandelt. Im Jahr 1816 wurde es von dem preußischen Staatsmann Freiherr vom Stein käuflich erworben und diente ihm als Alterssitz. Cappenberg wurde zusammen mit den Gütern des Klosters Scheda zu einer Standesherrschaft erhoben und ging später als Erbe in den Besitz der Grafen von Kanitz über. Ein Teil des Schlosses dient heute als Museum, das u.a. Ausstellungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigt. Die ehemalige Stiftskirche ist heute Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes.

Kloster Cappenberg

Klostergründung
Nach Beschluss des Wormser Konkordats im Jahr 1122 kehrte er als Gottfried II., später als Heiliger Gottfried verehrt, und letzter Graf von Cappenberg zurück und gründete an seinem Stammsitz auf dem Cappenberg das erste Prämonstratenserstift im deutschsprachigen Bereich. Für seine Frau Ida, auch Jutta genannt, Tochter des Grafen Friedrich von Arnsberg, und für seine Schwester Gerberga von Cappenberg richtete er in unmittelbarer Nachbarschaft ein Frauenkloster ein. Cappenberg war damit ein Doppelkloster. Anfangs gehörten dem Kloster noch Männer und Frauen aus verschiedenen Ständen an.

In den Jahren nach der Gründung übereigneten die Grafen von Cappenberg dem Kloster Stiftsgut aus ihrem allodialen Besitz. Hierzu gehörten in der Nähe des Klosters gelegene Höfe in Cappenberg, Werne, Alstedde und Mengede sowie entferntere Besitzungen in Wesel, Wessum und Saerbeck.

Gottfried war zwar zeitweise als Nachfolger des ersten Abtes des Klosters, des Ordensgründers, vorgesehen, starb aber bereits mit 30 Jahren in Ilbenstadt. Ein Teil der Gebeine Gottfrieds wurde 1149 nach Cappenberg überführt und dort bestattet. An ihn erinnert eine Grabplatte aus dem 14. Jahrhundert im südlichen Querhaus der Stiftskirche.

Von Annette von Droste-Hülshoff stammt das 12-strophige Gedicht: Die Gründung des Klosters Cappenberg. Das historisierende Gedicht geht auf zeitgenössische Sagen und Erzählungen zurück, denen Droste-Hülshoff nachgespürt hat.

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Für die Anreise mit dem Navi geben Sie bitte folgende Adresse ein:

Freiherr-vom-Stein-Straße 1B
59379 Selm

Geodaten: 51.652589, 7.538186  (kopieren und einfügen bei Google Maps)

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