Zeche Nordstern in Gelsenkirchen

Die Zeche Nordstern ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Gelsenkirchen-Horst.
Betriebsbeginn der Zeche Nordstern war im Jahr 1868.

Stilllegung
1981 wurde im Rahmen eines erneuten Anpassungsplanes für den Ruhrkohlenbergbau beschlossen, die Zeche Nordstern mit der Zeche Zollverein zum Verbundbergwerk Nordstern-Zollverein zu verbinden. Die Förderung sollte nach Zollverein verlagert werden. Die Nordsternschächte sollten allerdings als Seilfahrt- und Zwischenförderungsstandorte erhalten bleiben. Dieser Zusammenschluss erfolgte 1982. Gleichzeitig wurde das Grubenfeld der ehemaligen Zeche Mathias Stinnes durch Wiedereröffnung des alten Schachtes Stinnes 5 neu erschlossen. Im Gegenzug wurde das Baufeld Wilhelmine Victoria mit der dortigen Schachtanlage Wilhelmine Victoria 1/4 1983 komplett abgeworfen und verfüllt.

Heutiger Zustand
Nach Stilllegung von Nordstern-Zollverein 1986 sind die Nordsternschächte von der Zeche Consolidation übernommen und bis 1993 noch betrieben worden. Im Anschluss wurden sie verfüllt und abgeworfen. Die Schachtanlage 3/4 wurde komplett abgeräumt. Die Schachtanlage 1/2 ist nahezu komplett erhalten geblieben und beherbergt den Nordsternpark. Die umfangreichen Schupp’schen Bauten mit den Fördertürmen sind Teil der Route der Industriekultur.

In der komplettsanierten Anlage hat das Immobilienunternehmen VIVAWEST seine Hauptverwaltung.

Auf dem Zechengelände befindet sich seit 1999 die Modelleisenbahn-Ausstellung Der Deutschlandexpress.

Weiterer Ausbau
Der Nordsternpark war einer der sieben Hochpunkte des Kulturhauptstadtjahres 2010 in der Metropole Ruhr. Der denkmalgeschützte Turm von Schacht II der Zeche Nordstern wurde im Rahmen dieses Projektes ertüchtigt und mit einem gläsernen Kubus und einer Statue ausgebaut, sie erhöhen den Turm zusammen auf 103 Meter.

Bereits im Jahre 2008 wurden erhaltende Maßnahmen in den mittleren Etagen des Turms durchgeführt, 2010 werden die beiden oberen Geschosse rund um die Umlenkrolle und Fördermaschine saniert. Die industriehistorisch wichtigen Anlagen werden nach Fertigstellung des Projektes wieder zugänglich sein. In diesen Etagen des Turmes werden sich gegenseitig ergänzende Wechselausstellungen aus der Münchener Videokunstsammlung Goetz und dem neuen berliner kunstvereins (n.b.k.) zu sehen sein.

Als Projekt der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 wurde der denkmalgeschützte Nordsternturm Schacht II ab 2009 ertüchtigt und durch Aufstockung um vier gläserne Etagen zu einem der sieben Hochpunkte in der Metropole Ruhr ausgebaut. Ende September 2009 erfolgte der Spatenstich. Bereits ein knappes Jahr nach Baubeginn konnte im September 2010 Richtfest für den Turmausbau gefeiert werden. Kurz vor Weihnachten wurde die 18 Meter große und 23 Tonnen schwere Monumentalskulptur „Herkules von Gelsenkirchen“ des Künstlers Markus Lüpertz als neues Wahrzeichen auf den Erschließungsturm gehoben, über den jetzt der Zugang zu den Bestands- und Neubauetagen erfolgt. Mit ihr erreicht der Nordsternturm nun eine Gesamthöhe von 103 Metern. Die mit einer deutlichen Fuge abgesetzten, vier neuen gläsernen Etagen werden vom Wohnungsunternehmen VIVAWEST privatwirtschaftlich genutzt. Die darüber befindliche Besucherterrasse in rund 83 Metern Höhe wurde Anfang Oktober 2012 eingeweiht und bietet nun den Parkbesuchern ein beeindruckendes Panorama. Gleichzeitig öffnete auch das „Nordstern Videokunstzentrum Sammlung Goetz / Neuer Berliner Kunstverein“ in den historischen Turmetagen vor der Kulisse der alten Fördermaschinerie mit der ersten Ausstellung „Schichtwechsel“ seine Pforten für die Besucher.

Finanziert wurde der 13,6 Millionen Euro teure Ausbau rund zur Hälfte vom langjährigen Nutzer des Turmes, der THS, die heute im Konzernverbund des Immobilienkonzerns VIVAWEST aufgegangen ist. Das Land NRW förderte das Projekt mit 6,4 Millionen Euro, weitere Mittel kamen von der Stadt Gelsenkirchen.

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Für die Anreise mit dem Navi geben Sie bitte folgende Adresse ein:

Nordsternstraße 1
45899 Gelsenkirchen

Geodaten: 51.527909, 7.030974  (kopieren und einfügen bei Google Maps)

Nordstern von Christian Hermanns

2. Flug mit dem Phantom 2 Vision Plus – an der Zeche Nordstern von Zubesuchgmail

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